Vegane Schnupperwochen - Vortrag über Tierversuche und Filmabend

Ein Thema, welches uns doch am Herzen lag, wir aber an den Wochenenden nicht untergebracht hatten war das Thema „Tierversuche“. Ob für Shampoo, Kosmetik, Medikamente oder Reinigungsmittel – ja sogar fürs Militär werden Tierversuche gemacht. Den Mittwochabend haben wir bei den Tierversuchsgegnern Berlin-Brandenburg verbracht und haben dort einen ausführlichen Vortrag zum Thema Tierversuche gehört. Über steigende und sinkende Versuchstierzahlen, neue Methoden in der Forschung, rechtliche Absicherung von Firmen und Einschränkung der Haftung, Tierversuche im Studium und in der Wissenschaft gab es einiges zu berichten. Tierversuche in der Kosmetik sind verboten, jedenfalls auf dem Papier. Wenn der Inhaltsstoff jedoch auch für ein anderes Produkt verwendet werden kann, dürfen die Tierversuche trotzdem durchgeführt werden. Viele Produkte wurden auch im Tierversuch ausführlich über Jahrzehnte getestet und es wurden keinerlei Auffälligkeiten beobachtet. Wurden die Stoffe dann jedoch am Menschen getestet – und da sie ja scheinbar so unbedenklich waren auch gleich an mehreren – kam es doch zu schweren Behinderungen wenige Stunden nach der Einnahme, teilweise führten entsprechende Medikamente sogar zum Tod. Und das alles, obwohl vorher im Tierversuch alles optimal aussah und dort keinerlei Beschwerden auftraten. Schnell wurde deutlich, dass Tierversuche nicht zur Sicherheit und Unbedenklichkeit von Medikamenten beitragen, sondern eher das Gegenteil bewirken. Dadurch dass einige Stoffe im Tierversuch keinerlei Nebenwirkungen zeigen, werden sie leichtfertiger an Menschen weitergegeben. Bei moderneren Testverfahren und Computeranalyse können viel genauere Ergebnisse erzielt werden, die auch den Menschen besser schützen. Leider sind jedoch die EU-Gesetze noch nicht so weit und auch die Forschungsgelder werden bisher scheinbar relativ willkürlich verteilt.

Dass selbst fürs Rauchen immer noch Tierversuche durchgeführt werden – bei welcher Menge Tabak sterben die meisten Tiere – ist für viele ein Ding der Unmöglichkeit.

Der Abend hat dazu beigetragen, bewusster auf das zu achten was man einkauft und dass es nicht nur um Tierliebe geht, wenn man Tierversuche in jeder Form ablehnt, sondern dass eine Abschaffung der Tierversuche auch zu einer erhöhten Sicherheit für Menschen führt.

Nach dem Vortrag gab es für alle Teilnehmer Hanfnudeln mit selbstgemachter Bolognese und frischem Basilikum. Zum Ausklang wurde noch ein Trickfilm geschaut, der vor einigen Jahren im Kino lief und sich auf lustige Art und Weise mit dem Thema Veganismus beschäftigt.

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